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Ich hab ‚nen Vogel!

Ich hab ‚nen Vogel! – Das war es, was ich in diesem Moment dachte. Korrekter wäre wohl, der Vogel hatte mich. Damit konnte ich nun wirklich nicht rechnen, dass mich plötzlich ein Vogel von schräg hinten rechts überfällt und glaubt, er könne mich als schmückendes Utensil benutzen. Er trug mich also voller Stolz durch die Lüfte und setzte wenig später, nachdem ich fast einen Sprung im Glas hatte vor lauter Aufregung, mit mir zum Landeanflug an. Offenbar hatte er ein Ziel, denn er flog direkt auf die überdachte Terrasse eines kleinen Häuschens zu, um dort zu landen. Ich stieg von ihm herab und atmete erst mal tief durch. Eindeutig ein Höllenritt. Das mach ich nicht nochmal! Genau das sagte ich dann auch dem Federvieh. Er schaute mich ein bisschen verwirrt an und flog dann einfach weg. Toll! Ich hatte keine Ahnung, wo ich hier war und wie ich wieder nach Hause kommen sollte. Ich schaute mich ein wenig um und sah … nichts. Nichts außer dieser Hütte, jeder Menge Sand, noch mehr Wasser und hier und da ein paar Felsen. Tja, blöd. Also würde ich wohl warten müssen, bis der doofe Vogel wieder käme. So lange konnte ich mich auch auf der Terrasse ein wenig hinlegen und mich ausruhen. Nur mal kurz die Augen zu machen…

Als ich aufwachte, lag ich in meinem Bett. Na, so ein Glück. War nur ein Traum!